Viel Sonne, mehr Meer und ein Hauch von Wüste auf Gran Canaria!

Manchmal braucht man gar nicht so viel. Ein Flug in die Sonne, ein kleines Auto und eine Ferienwohnung, die als Ausgangspunkt für alle Ausflüge dient.

Unsere Reise nach Gran Canaria fand Ende Februar statt. Eine Woche raus aus dem Alltag, einmal durchatmen und schauen, was die Insel zu bieten hat.


Tag 1: Ankommen und entspannt starten

Unsere Ankunft war gegen 13 Uhr. Danach hieß es erstmal: Mietwagen finden. Nicht, weil wir noch keinen gebucht hatten, sondern weil die Verleihstation nicht mit im Flughafengebäude ist. Nach einem kurzem Fußweg war sie gefunden und wir konnten los.

Gegen 15 Uhr erreichten wir Maspalomas und das Apartment in der Wohnanlage mit Pool. Kurze Pause, Sachen abstellen und ankommen. Eine Freundin hatte das Apartment für sich selbst für 3 Monate gebucht, so dass wir uns für diese eine Woche die Kosten teilen konnten.

Danach ging es direkt zum Einkaufen in einen Mercadona. Wir deckten uns dort direkt für mehrere Tage mit Wasser, Snacks und Frühstück ein. Gerade in Urlaubsorten summieren sich die kleinen Ausgaben sonst schnell. Ein Kaffee hier, ein Snack da und am Ende fragt man sich, wo das Geld geblieben ist.

Am Abend machten wir einen ersten Spaziergang an der Promenade bis zum Faro de Maspalomas. Wir genossen einen Barraquito (Kaffeegetränk mit Alkohol) im K1 food & lounge, weil mir vor der Reise schon gesagt wurde, dass ich das unbedingt probieren soll. Danach setzten wir uns auf die Mauer an der Promenade und bewunderten den Sonnenuntergang. Schöner Start in den Urlaub.

Ausblick von der Terrasse


Tag 2: Natur erleben statt Programm abhaken

Nach dem Frühstück starteten wir gegen 9 Uhr Richtung Las Palmas de Gran Canaria zum botanischen Garten. Überraschenderweise war der Eintritt frei. Aber auch mit Eintrittsgeld hätte sich der Ausflug gelohnt. Der Garten ist riesig und man sollte einiges an Zeit einplanen, wenn man alles sehen will. Schöne Pfade am Hang des Bergs, riesige Kakteen, verschiedene Vogelarten und kleine Eidechsen, die sich zwischen Mauersteinen sonnen.

Danach ging es weiter nach Firgas. Ein kleiner Ort mit viel Charme und der bekannten Wassertreppe.

Auf dem Rückweg hielten wir noch an einem Aussichtspunkt mit kleinen Verkaufsständen. Von süßem Gebäck, über kräftigen Käse und Früchte, gab es dort eine schöne Auswahl. Wir haben uns ein ein paar Kleinigkeiten mitgenommen.

Am Abend ging es ging es zu einem Flamencoabend im Maritim Hotel. Solche Themenabende werden oft in verschiedenen Hotels angeboten. Das schöne ist, man muss nicht Gast des Hotels sein und zahlt keinen Eintritt bzw. reicht es ein Getränk zu bestellen. Ein schöner Ausklang des Tages.

Teich im botanischen Garten


Tag 3: Die Mischung macht’s

Der Montag begann mit einem Spaziergang zu den Dunas de Maspalomas. Laufen durch den Sand während dir das Meerwasser über die Füße spült und du die Meeresluft atmest. Ich liebe es.

Im Anschluss probierten wir eine Fischpediküre aus. Das ist für Menschen, die sehr kitzelig an den Füßen sind eine echte Herausforderung. Nach ein paar Minuten hatten wir uns daran gewöhnt.

Am Nachmittag ging es weiter nach Puerto de Mogán. Bummeln, schauen, eine kleine Erfrischung im Restaurant Tapas Tapas bevor es wieder zurück ging.

Was wir bewusst nicht gemacht haben: ziellos shoppen. Gerade in solchen Orten ist die Versuchung groß. Aber wir überlegen immer kurz: Würden wir das auch zu Hause kaufen?

Abends gab es den berühmten Tanzabend im Kasbah mit ein oder zwei Gläsern Sangria und danach einen ruhigen Tagesausklang auf der Terrasse bei einem Kartenspiel.

Bei Puerto de Mogan


Tag 4: Flexibel bleiben zahlt sich aus

Am Dienstag stand der Besuch des Vulkankraters Caldera de Bandama auf dem Plan. Auf dem Weg nach unten in die Mitte des Kraters gibt es mehrere Aussichtsplattformen. Wir hielten an der ersten und genossen die beeindruckende Aussicht. Während besonders der Süden von Gran Canaria wenig Grün vorzuweisen hat und eher karg ist, ist es in den alten Vulkankratern wunderschön bewachsen.

An dem Tag war es sehr warm, deshalb kam uns der anschließende Besuch des Bar Restaurante Guayadeque gelegen. Das Restaurant ist in den Felsen gebaut und daher sehr angenehm kühl. Allerdings gibt es genau deshalb dort auch kein Internetsignal, weshalb ein spontanes Übersetzen der Speisekarte mit der App nicht möglich war. Klare Empfehlung für das Gericht „Ropa Vieja“, was soviel wie „Alte Klamotten“ heißt. Übrigens ist das Restaurant wirklich sehr preiswert und das Personal sehr nett. Weil wir noch mehr über die Geschichte der Höhlenbewohner wissen wollten, hielten wir auf dem Rückweg an einer Art Museum an. Sperriger Name: Centro de Interpretacion del Barranco de Guayadeque. Auf jeden Fall eine Besichtigung wert.

Danach fuhren wir zurück in die Unterkunft. Ein bisschen am Pool entspannen bevor es abends zum Bowling ging und im Anschluss noch zu einem Showabend ins RIU Palace Hotel mit einer Queen Coverband.


Eingang Bar Restaurante Guayadeque


Tag 5: Schauen statt kaufen


Mittwoch nach dem Frühstück fuhren wir nach Anfi del Mar. Was einem dort als erstes auffällt, ist die große Dichte an Hotels und Apartmenthäusern, die teilweise riesengroß sind. Manche Außenanlagen werden von Hotelmitarbeitern derart betreut, dass sie Besuchern, die nicht Hotelgäste sind, den Zutritt verwehren. Die Anlagen sind aufgrund ihrer Größe spektakulär anzusehen. Wir machten unseren Ortsrundgang in ca. 2 Stunden und fuhren weiter nach Puerto Rico.

Dort machten wir einen Spaziergang zum Hafen und schauten uns hinter der Hafenmauer die riesigen Wellenbrecher an, die dort aufgetürmt liegen. Zurück am Auto ging es in die Mogan Mall. Ein schöner und moderner Neubau mit vielen Geschäften lädt zum Shoppen ein. Im Super Dino erledigten wir noch einen kleinen Einkauf für unser Abendessen in der Unterkunft.

Blick über Anfi del Mar


Tag 6: Kultur statt Konsum

Donnerstag führte uns nochmal nach Las Palmas de Gran Canaria. Das Wetter war diesmal überraschend frisch, es regnete immer mal wieder und wir hatten nur noch ca. 16 Grad.

Die Parkplatzsuche gestaltete sich aufgrund von Baustellen etwas schwierig. Aber der Besuch der Castillo de la Luz hat sich gelohnt. Interessante Ausstellungsstücke in einem interessanten Gebäude.

Danach ging es noch durch die Stadt und ins Casa de Colón. Hier ist viel Wissenswertes über Kolumbus zu erfahren.

Ein bisschen Shopping gab es auch, aber gezielt. Dinge, die wir ohnehin gebraucht hätten. Keine typischen „Urlaubsmitbringsel“, die später nur herumliegen.

Castillo de la Luz


Tag 7: Wenn das Wetter nicht mitspielt

Freitag war es sehr windig, mit Calima und viel Sand in der Luft. Wir machten trotzdem einen Spaziergang Richtung Dünen. Auch wenn die Sicht nicht perfekt war, hatte der Tag seinen eigenen Charakter. Vom Strand aus liefen wir in Richtung unseres Parkplatzes und kamen dabei am Cita Shopping Center vorbei. Im Vorgarten des Centers standen einige Actionfiguren aus verschiedenen Filmen. Das ganze Center wirkte als wäre hier in den 80ern die Zeit stehen geblieben. Wir waren neugierig und schauten es uns von innen an. Es war noch gut besucht und die Restaurants schienen sehr auf deutsche Gäste fokussiert.

Auf dem weiteren Weg sahen wir noch eine umgestürzte Palme, die ganz knapp vor einem Auto zu liegen kam. Es war wirklich sehr stürmisch. Unser Mietauto stand zum Glück völlig unversehrt auf seinem Platz. So konnten wir entspannt im Mercadona noch ein paar Sachen für die Heimreise am nächsten Tag einkaufen und wieder in die Ferienwohnung fahren.

Am Abend trat unsere Freundin dann mit ihrem Chor in der Kirche Templo Ecuménico auf. Das Konzert war eine Zusammenarbeit aus mehreren Chören und enthielt klassische Stücke sowie Gospelsongs. Eine schöne Mischung.

Im Anschluss daran wollte sie uns noch ihr Lieblingsrestaurant zeigen und hatte dafür extra im La Cabanita Park reserviert. Wir kamen ein wenig zu spät. Die Mitarbeiter empfingen uns trotzdem freundlich und das Restaurant ist auf jeden Fall den Ausflug wert. Es ist so schön eingerichtet, mit ganz vielen Pflanzen und sogar ein paar Wellensittichen. Es ist als würde man draußen und drinnen zugleich sitzen, einfach toll. Essen und Getränke waren sehr lecker. Hier musste es am letzten Abend natürlich noch ein Barraquito sein. Anders als der erste, aber genauso lecker.

Klare Empfehlung: La Cabanita Park


Tag 8: Heimreise und ein letzter Blick zurück

Samstag hieß es ausschlafen, Koffer packen und zurück zum Flughafen. Weil wir das Auto bis ca. 13:30 Uhr wieder abgeben mussten, hatten wir knapp 5 Stunden Zeit auf dem Flughafen. Mit einem guten Buch ist die aber recht schnell vorbei. Check in hatten wir diesmal online erledigt und der Platz am Fenster kostete genauso viel wie die Gebühr für den Check in am Schalter.

Der Rückflug startete zwar verspätet, aber zum Glück hatte sich das Wetter etwas gebessert und es war nicht mehr so stürmisch. Wir landeten pünktlich in Nürnberg und waren gegen 3 Uhr nachts wieder zu Hause in Erfurt.


Was wir aus dieser Reise mitnehmen

Gran Canaria ist unglaublich vielseitig. Berge, Wüstenanteil, viel Meer, kleine Orte und große Unterschiede auf kurzer Strecke.

Und auch finanziell hat sich wieder bestätigt: Es geht nicht darum, möglichst wenig auszugeben.
Sondern darum, bewusst zu entscheiden, wofür.

Selbst einkaufen statt ständig essen gehen.
Erlebnisse statt Dinge.
Und zwischendurch ganz bewusst gönnen.

So entsteht am Ende genau das, was wir wollen:
Ein richtig schöner Urlaub ohne unangenehme Überraschung auf dem Konto.

Warst du schon einmal auf Gran Canaria? Was hat dir am besten gefallen und was war nicht so toll? Schreib es uns gern in die Kommentare.

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